Wer seine Möglichkeiten erweitern will und hebräischen Bibeltexten (in Teilen, siehe: das Hebräische hier kommt der Aussprache, die ich einst gelernt habe, näher) und vor allem vielen verschiedenen griechischen Aussprachemöglichkeiten lauschen will, sollte sich unbedingt diese Seite anschauen. Gerade die ausführliche Darstellung und Würdigung einzelner Quellen finde ich herausragend.
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Ἐν τῷ μεταξὺ ἠρώτων αὐτὸν οἱ μαθηταὶ λέγοντες· || In der Zwischenzeit baten ihn die Jünger, indem sie sagten:
ῥαββί, φάγε. || Rabbi (Gemoll: (aram., NT): mein Herr, mein Meister), iß!
ὁ[1] δὲ εἶπεν αὐτοῖς· || Der aber sagte zu ihnen:
ἐγὼ βρῶσιν ἔχω φαγεῖν || Ich (!) habe eine Speise zu essen,
ἣν ὑμεῖς οὐκ οἴδατε (im klass. Griechisch ist ἴστε gebräuchlich). || die ihr nicht kennt/versteht/wisst.
[1] Demonstrativer Charakter des Artikels? Warum steht hier der Artikel alleine (lt. Prestel, S. 18 nicht möglich)? ELB: „Er aber…“? Gibt es hier eine grammatikalische Regel oder liegt eine NT-Besonderheit vor?
"Sed in primis ad fontes ipsos properandum, id est graecos et antiquos." - "Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen, d. h. zu den Griechen und den Alten überhaupt." Dieses Motto, von Erasmus von Rotterdam im Jahr 1511 in seiner didaktischen Programmschrift De ratione studii ac legendi interpretandique auctores formuliert und gewissermaßen didaktischer Inspirationspunkt dieser Überlegungen, stellt die Grundlage der humanistischen Bildungsbewegung des 15. und 16. Jahrhunderts dar: "Humanisten wie Reformatoren", so Manfred Fuhrmann, "drängte es zu den Quellen, den originalen Texten ihrer Verehrung und ihres Glaubens; die einen wie die anderen konnten an der auf das Lateinische beschränkten Kultur des Mittelalters kein Genüge mehr finden, und so teilten sie die Überzeugung, dass der Gebildete auch das Griechische, ja selbst das Hebräische kennen müsse." (Quelle: Stefan Kipf, "ad fontes?: Überlegungen zur Begründung der Originallektüre im altsprachlichen Unterricht", S. 1).