Diese Serie ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit BibleWorks 8 (BW8). Neben der Rezension von Prof. Dr. Thomas Hieke, einer Rezension von Hans-Georg Wünch zu BW7 (in JETh 21 (2007), S. 219-221), der Rezension von Prof. Dr. Boris Repschinkski SJ und einem Vergleich zwischen SESB und BW8 existiert nämlich m. W. keine eingehende Würdigung von BW8 im deutschsprachigen Raum.

< 5) BW8: Umwelt AT u. NT und BW8

Was lässt sich nun abschließend über BW8 sagen? Wo liegen die Vorteile, wo Verbesserungsbedarf der Software? Für wen ist die Software geeignet bzw. wem zu empfehlen?

BW8 will den Nutzer an die Primärtexte heranführen! Insofern ist es die Software, die ein an Exegese und Studium der biblischen Texte interessierter Nutzer konsultieren wird. Die Dreiteilung in Suche-, Ansicht- und Analyse-Fenster wirkt durchaus intuitiv und logisch.
Eines der großen Vorzüge ist die Geschwindigkeit verschiedener Suchabfragen. BW8 ist schnell, sehr schnell. Die Suche nach Versen in der LXX und im NT, in denen die Infinitivform ποιεῖν und das Substantiv κύριος (über 3800x in der griechischen Bibel) gleichzeitig vorkommen, ist in 0.18 Sekunden erledigt. Somit wird die Freude am Suchen und Experimentieren nicht durch lästige Wartezeit vermindert. Auch lassen sich einfache Suchen (insbesondere durch Short-keys), ein schneller Export in andere Programme, das direkte Nachschlagen von Lexika, Grammatiken usw. zügig und simpel durchführen.
Die o.g. Posts stellen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten dar, die BW8 bietet. Der Nutzer kann wie in keinem anderen Programm eine eigene Oberfläche konfigurieren und sogar mit Hilfe des Configuration Manager mehrere Benutzeroberflächen anlegen. Übersichliche Study Guides (Text und Video-Clips/Anleitungen) erleichtern den Einstieg, so dass sich eine erstes Handling schnell einstellt. Für Fortgeschrittene stehen ausführliche Hilfe-Texte und eine lebendige BW-Community in Foren zur Verfügung.

Eine große Hürde für deutsche Nutzer bleibt das Englisch. Nicht nur dass die Benutzeroberfläche (eine Umstellung ins Deutsche ist wie in manchen Programmen nicht möglich) und viele Tools (z. B. das Kartenmaterial) nur in Englisch nutzbar sind, so sind auch einige deutschsprachige Werke nur als englische Übersetzung in BW8 verfügbar (z. B. W. Gesenius, Hebräische Grammatik). Hier hätte man sich durchaus die deutschen Originalwerke gewünscht. Neben dem Einarbeiten in das Softwareprogramm steht der deutsche Muttersprachler also auch vor einer sprachlichen Barriere. Nun wird beides mit dem stetigen Nutzen von BW8 immer mehr abnehmen, so dass man die sprachliche Barriere auch relativieren kann. Bei Schwierigkeiten kann das sich noch in den Kinderschuhen befindende BW-deutsche Forum konsultiert werden.

Freude und Gewinn mit BW8 (bei einer Investition von $349.00) wird aber nur der haben, der BW8 kontinuierlich (es ist wie mit den biblischen Sprachen - ansonsten entgleiten sie einem) nutzt. Der Einstieg in BW8 gelingt relativ leicht. Das Suchen, Lesen von Texten und das Konsultieren der Lexikas ist auf Anhieb gelernt. BW8 kann aber mehr als das. Das wird ja schon aus der Fülle an Icons in der Menü-Leiste deutlich. Und es sollte auch in seiner Fülle genutzt werden. Andernfalls lohnt sich die Anschaffung nicht.
Bei stetiger Nutzung ist ein gewisser Schwelleneffekt festzustellen. Irgendwann ist der Nutzer nicht mehr genötigt, die einzelnen Kurzbefehle für die command line im Hilfe-Text nachzuschlagen. Er kann die graphische Suchfunktion anwenden. Einzelne Tools müssen in der Menü-Leiste nicht lange gesucht werden ("wo habe ich das denn gesehen?") und die Nutzbarkeit des Programms frustriert nicht bei der Exegese bzw. Bibelstudium.
Daher ist dem Interessenten für BW8 anzuraten, sich sorgsam seine Entscheidung für den Kauf zu überlegen. Ist die Entscheidung gefallen, kommt es erst dann zum Mehrwert für das eigene/pastorale/wissenschaftliche Studium, wenn das BW8-Icon ständig getätigt wird. Frei nach dem Motto: "Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet... und bleibe dann dabei".


Diese Serie ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit BibleWorks 8 (BW8). Neben der Rezension von Prof. Dr. Thomas Hieke, einer Rezension von Hans-Georg Wünch zu BW7 (in JETh 21 (2007), S. 219-221), der Rezension von Prof. Dr. Boris Repschinkski SJ und einem Vergleich zwischen SESB und BW8 existiert nämlich m. W. keine eingehende Würdigung von BW8 im deutschsprachigen Raum.

< 4) BW8: Korpuslinguistik und BW8                                  6) BW8: meine Würdigung >

Was hat BW8 in Bezug auf die Umwelt AT und NT zu bieten? Welche Tools und Hilfsmittel stehen zur Verfügung?

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Diese Serie ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit BibleWorks 8 (BW8). Neben der Rezension von Prof. Dr. Thomas Hieke, einer Rezension von Hans-Georg Wünch zu BW7 (in JETh 21 (2007), S. 219-221), der Rezension von Prof. Dr. Boris Repschinkski SJ und einem Vergleich zwischen SESB und BW8 existiert nämlich m. W. keine eingehende Würdigung von BW8 im deutschsprachigen Raum.

< 3) BW8: eine Predigt mit BW8 vorbereiten              5) BW8: Umwelt AT u. NT und BW8 >

Die computerunterstützte Korpuslinguistik ist ein aufstrebender Zweig innerhalb der Sprachwissenschaften (vgl. wikipedia). Mit Hilfe quantitativer und qualitativer Abfragen werden Textkorpora (Textsammlungen, die schnell mehrere Millionen an Wörtern enthalten) auf bestimmte Phänomene untersucht und daraus Rückschlüsse für die eigene Fragestellung gezogen. Der Vorteil eines solchen Unterfangens ist die induktive Vorgehensweise.
Inwieweit kann BW8 eine solchen Ansatz unterstützen? BW8 bietet hier - allgemein gesprochen - 2 Möglichkeiten. Zum einen die morphologisch vorbereiteten Textkorpora und den Keyword in Context (KWIC).

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Diese Serie ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit BibleWorks 8 (BW8). Neben der Rezension von Prof. Dr. Thomas Hieke, einer Rezension von Hans-Georg Wünch zu BW7 (in JETh 21 (2007), S. 219-221), der Rezension von Prof. Dr. Boris Repschinkski SJ und einem Vergleich zwischen SESB und BW8 existiert nämlich m. W. keine eingehende Würdigung von BW8 im deutschsprachigen Raum.

< 2) BW8: deutschspr. Hilfen und Equipment         4) BW8: Korpuslinguistik und BW8 >

So gut eine Bibelsoftware in der Theorie auch ist, ihren eigentlichen Nutzen kann sie erst in der Praxis beweisen. Wie steht es aber mit BW8 diesbezüglich? Also, am 27.02.2011 habe ich eine Predigt zu halten - wie gehe ich mit Hilfe von BW8 vor? Übrigens, hier ein Post von Ron Kubsch, wie Tim Keller sich auf Predigten vorbereitet.

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Diese Serie ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit BibleWorks 8 (BW8). Neben der Rezension von Prof. Dr. Thomas Hieke, einer Rezension von Hans-Georg Wünch zu BW7 (in JETh 21 (2007), S. 219-221), der Rezension von Prof. Dr. Boris Repschinkski SJ und einem Vergleich zwischen SESB und BW8 existiert nämlich m. W. keine eingehende Würdigung von BW8 im deutschsprachigen Raum.

< 1) BW8: Installation und Umfang                                   3) BW8: eine Predigt mit BW8 vorbereiten >

Einen bedeutenden Sprung im Aufbau hat das Programm BW von der Version 6 auf 7 gemacht. Seit BW7 haben die Entwickler das Programm "dreigeteilt": Such-Fenster (Search window), Ansicht (Browse window) und Analyse (Analysis window). Diese Aufteilung soll auch dem natürlichen Vorgehen beim Bibelstudium nachempfunden werden: zunächst sucht man einen Text, liest/übersetzt und analysiert diesen.
Der Unterschied zwischen BW7 und BW8 liegt dagegen in inhaltlichen Details. Eine Übersicht über die Neuerungen in BW8 findet sich auf der offiziellen Seite von BibleWorks.
Wegen dieses Umstands sind deutschsprachige Einführungen zu BW7 auch für die Nutzung der neuen Version (BW8) hilfreich. Und hier gibt es einige relativ ausführliche Quellen, die die grundlegenden Funktionen von BW erläutern.

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Diese Serie ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit BibleWorks 8 (BW8). Neben der Rezension von Prof. Dr. Thomas Hieke, einer Rezension von Hans-Georg Wünch zu BW7 (in JETh 21 (2007), S. 219-221), der Rezension von Prof. Dr. Boris Repschinkski SJ und einem Vergleich zwischen SESB und BW8 existiert nämlich m. W. keine eingehende Würdigung von BW8 im deutschsprachigen Raum.
 

Es gibt mittlerweile ein Dutzend verschiedener Software-Anwendungen, die das Auslegen der Bibel zu ‚erleichtern‘ suchen. Jedes Programm hat für sich eigene Schwerpunkte und Zielsetzungen (vgl. den hilfreichen Überblick von Prof. Dr. Thomas Hieke (JGU Mainz)). BibleWorks gehört schon seit Jahren zu den herausragenden Anwendungen.
Die aktuelle Version - BibleWorks8 (BW8) – liegt mir vor. In der übersandten Box befinden sich eine DVD (Bestellung im CD-Format ebenfalls möglich) und ein Quick-Start-Guide (eine erste Einführung zur Handhabung der Software). Die Installation ist - wie erwartet – simpel. Nach dem Einlegen der DVD startet das Setup-Programm und ich kann dem Installationsvorgang zustimmen.

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Einige englischsprachige (theologische) Blogs stellen fest, dass es (leider) kaum theologische Blogs auf Deutsch gibt. Hier einige Auszüge:

Chris Tilling (in 2/2006):

BB:Why aren’t there as many German biblical scholars and theologians blogging as there seem to be American and British and Australian? Or do we just not know of them?

CT:I must admit that I don’t know why blogging isn’t as popular here yet. ‘Yet’, is probably the key word. I’ve tried encouraging theologian friends of mine in Tübingen to get started, but so far without any success. I’ll be sure to let everyone know if any decide to join the flock.

Stephen C. Carlson (in 08/2008):
I'm wondering if people have recommendations for some good German-language biblioblogs. I know that some Germans have been blogging in English, and there's a Theological German blog for helping people learn to read German, but I'm looking to read some real blogging auf Deutsch.

Nun kann es sein, dass sich seit 2008 einiges getan hat. Einige Versuche, deutsche theologische Blogs ausfindig zu machen, gab es schon. Siehe:

Zusammenstellung deutscher Blogs evangelischer Pfarrer und Pfarrerinnen

Blogs zum Thema Theologie und Kirche (2006)

Was m. E. fehlt, ist eine Klassifizierung sämtlicher Blogs nach verschiedenen Fachbereichen (wie z. B. Biblioblog). Außerdem bleibt die Frage, wie es im Deutschen um akademisch-theologische Blogs bestellt ist. Hier scheint das www bisher wenig zu bieten, oder?

 



Im Moment predige ich durch den Philipperbrief. (Falls jemand an den Ergebnissen interessiert ist, findet ihr es hier.) Dementsprechend lebe und atme ich im Moment mit dem Philipperbrief.

Zurzeit bin ich beim Christus-Hymnus angelangt und werde wohl immer wieder einige Sachen posten, die mir in der Exegese aufgefallen sind. Allerdings wird wohl kein Kommentar zum Christus-Hymnus vollständig, wenn man zu Beginn nicht bekennt, dass man nicht geschafft, alle vorhandene Literatur dazu durchschauen.

Die Übersetzung von αρπαγμος gestaltet sich schwieriger als Anfangs gedacht. Das Substantiv kommt im Profan-Griechischen nur sehr selten vor und in der LXX ist es gar nicht vertreten. Die Profan-Griechische Übersetzung das Rauben kommt in Phil 2,6 wohl nicht in Betracht.

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Die Ausgaben vom Tyndale Bulletin von 1956-2005 sind nun online zugänglich. Leider sind alle Artikel in englisch verfasst. Die Zeitschrift steht aber für hervorragende evangelikale Theologie und ist immer wieder lesenswert. Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann nun die letzten 50 Jahre aufholen. :-)

Hier findet ihr den Index:

Tyndale Bulletin